Reproduktion

Einrichtung des bildgebenden Systems mit UTT-Testtafel für das A1-Format

Die fotografische Reproduktion hat in den letzten Jahren der Digitalisierung einen fundamentalen Wertewandel vollzogen: von einem bloßen „Abklatsch“, einer Kopie aus analoger Ähnlichkeit, wurde ein bildgebendes Verfahren mit zunehmend referenziellen Qualitäten. Fast jede Eigenschaft des Originals kann in bezeichnenden Zahlen ausgedrückt werden. Jeder Nummernwert aus einem unveränderbaren Digitalisat bezieht sich im besten Fall auf ein Wesensmerkmal in der Natur, auf das unverfälschte Original. Heute kann, mittels fotografischer Reproduktion, die Wahrnehmung von Zuständen eines individuellen Artefakts konserviert werden – und bildet so für weitere Derivate (3D, Web, Druck) die notwendige Basis.

Fachkamera mit Fokustrieben für digitale Sensoren (Ausschnitt)

Der Bildqualität, insbesondere für die digitale Langzeitarchivierung von Kunst- und Kulturgut, kommt heute eine tragende Rolle zu. Diese Bildqualität setzt sich zusammen aus einem anspruchsvollen bildgebendem System, sowie einem im Dienste der Wissenschaft agierenden Operator, der die Anforderungen auch handwerklich-technisch umzusetzen vermag.

100 Megapixel-Sensor mit 53.4x40mm Fläche – Farb- und Tonwert-Targets zur Kameraprofilierung

Standard-Targets für entsprechende Medien, gleichabständige Graukeile, modernste Software (basiccolor, IQ Analyzer) und spektral vermessene Referenzdateien garantieren in meiner Arbeitsweise sowohl einen farbtreuen, profilierten Kamerasensor als auch pixelgenaue Qualitätsprüfung nach Regelwerken (Metamorfoze, FADGI oder ISO 19264) im laufenden Digitalisierungsprozess.