Farbe

Jeder Sensor einer Kamera bildet ein bestimmtes Farbspektrum ab und seine generierten RAW-Daten sind am Rechner oft nur eine bestimmte Interpretation, um Erwartungshaltungen der Anwender zu bedienen. Für eine natürliche Farbtreue im Cultural Heritage-Workflow kommen wir nicht umhin, komplette Aufnahmesysteme (Sensor, Objektiv, Lichtquelle) über ICC- oder DCP-Tabellen zu profilieren, um Farbabweichungen (ΔE) möglichst gering zu halten.

Die zulässigen Farbabweichungen für Kulturerbe-Langzeitarchivierung sind, wie viele andere bildgebende Parameter, durch Standards – wie etwa Metamorfoze oder FADGI – definiert.

Standard-Targets für entsprechende Medien, gleichabständige Graukeile, modernste Software (basiccolor) und spektral vermessene Referenzdateien garantieren in meiner Arbeitsweise nicht nur das Optimum des Machbaren, sondern erlauben ebenfalls pixelgenaue Qualitätsprüfung nach Regelwerken (Metamorfoze, FADGI, ISO 19264) im laufenden Digitalisierungsprozess.

Sollte es die Aufgabenstellung erfordern, dass Schlüsselfarben am Original mit einem Spektralphotometer überprüft und ggf. im ICC-Workflow korrigiert werden müssen, können Sie sich meiner Expertise in Sachen Multi-Target- oder One-Patch-Profiling sicher sein.

Auch für Farb- bzw. Helligkeitsmonitoring des Trägermaterials können so bei der Digitalisierung Messdaten als Metadaten erfasst werden, die für spätere ΔE-Berechnungen eine wertvolle Aussage über die Lichtempfindlichkeit des Originals – und seine zulässige Austellbarkeit – gestatten.